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Findom und Zahlschweine

Über Findom, Finanzkontrolle und Geldschweine


Du suchst nach einem besonderen Kick und hast ein paar Scheine zu viel auf dem Konto? Vielleicht ist ja dann der Findom-Fetisch etwas für dich. Sofern du ein Freund von Emanzipation bist und es magst, von einer Frau erniedrigt zu werden, solltest du jetzt genau aufpassen. Wir verraten dir in diesem Artikel, was es mit der Finanzkontrolle auf sich hat und welche Rolle der Mann dabei als Geldschwein spielt. 

Was bedeutet Findom?

Findom ist die Abkürzung für den englischen Begriff ‘Financial Dominance’ und bedeutet im Deutschen ‘finanzielle Dominanz’ oder eben ‘Finanzkontrolle’. Wie bereits der das Wort „Dominanz“ deutlich macht, übernimmt hier ein Part die Kontrolle über einen anderen. Während in vielen anderen BDSM-Bereichen sowohl Frau als auch Mann als Dom agieren, handelt es sich hierbei überwiegend um Frauen, die den dominanten Part einnehmen und als Findom oder Geldherrin bezeichnet werden. Sie sind der regelrechte Inbegriff eines Matriarchats und verkörpern im wahrsten Sinne die weibliche Macht. 

Männer agieren dabei als Geldschweine oder Zahlsklaven. Überwiegend wird dieser Fetisch über das Internet ausgelebt, wobei es auch zu Treffen zwischen der Findom und ihrem ‘Pay-Pig’ (Zahlschwein) kommen kann. Es handelt sich um eine BDSM-Beziehung, bei der der Sex mit der Herrin oftmals komplett ausgeschlossen ist. Aber wofür bezahlen die Männer denn dann überhaupt?

Finanzkontrolle und Erniedrigung – das Dasein als Zahlschwein

Männer, die nach einer Findom suchen und sich der Finanzkontrolle aussetzen wollen, sind nicht primär an sexuellen Handlungen mit ihrem Gegenüber interessiert. Ihnen geht es darum, Ihrer Herrin Geld zu schenken und zum Dank alles andere als liebliche Worte zu hören. Sie wollen beleidigt, beschimpft und erniedrigt werden. Anders als bei vielen BDSM Fetischen verzichten sie dabei meist auf den persönlichen Kontakt. Sie überweisen ihrer Findom Geld und erhalten dafür Videos, in denen die Frau um Beispiel auf den Boden spuckt und sie als Maden oder Loser bezeichnet. 

Der Reiz liegt für die Geldschweine nicht in der physischen Züchtigung, sondern in der psychischen Erniedrigung. Eine Geldherrin kann ihrem Zahlsklaven aber auch Aufgaben stellen, die er erfüllen muss. Das kann beispielsweise das öffentliche Onanieren sein, das dabei auf Kamera festgehalten werden muss, um es der Findom anschließend zukommen zu lassen. Das bedeutet, die Männer bezahlen die Frauen dafür, um demütigende Aufgaben zu erhalten. 

Es gibt sogar Fälle, in denen die Männer den Frauen nicht nur Geld überweisen – sie erlauben ihrer Herrin kompletten Zugriff auf das eigene Konto und überlassen ihnen dabei die gesamte Kontrolle über ihre Finanzen, daher spricht man von Finanzkontrolle. Das bedeutet, die Findom hat kontinuierlichen Zugriff auf die Bankdaten und kann auf Kosten des Geldschweins Bestellungen aufgeben oder sich ihren Lebensstil finanzieren. Oftmals bleibt diese Möglichkeit aber nur theoretisch und das Zahlschwein übergibt zwar die Kontrolle über die eigenen Finanzen an die Findom, aber nur dafür, damit die Findom entscheiden kann wann er etwas Geld bekommt und wann nicht. Ein nicht unerheblicher Unterschied. 

Cash & Go Dates zwischen Findom und Geldschwein

Bewährt sich ein Mann als würdiges Zahlschwein, kann es sogar zu einem sogenannten Cash & Go Date kommen. Es beinhaltet zwar ein Treffen mit der Herrin, wobei sexuelle Handlungen aber untersagt bleiben. Bei diesen Begegnungen ist es für die Männer ein absoluter Kick, ihrer Geldherrin live zu begegnen und ihr einen Bündel Scheine überreichen zu dürfen. Wenn die Findom gnädig ist, dürfen ihre Schuhe geleckt werden und sie lässt sich dazu herab, ihren Sklaven in der Öffentlichkeit anzuspucken. 

Eine weiter Variante besteht darin, dass das Pay-Pig bei einer gemeinsamen Shoppingtour gemolken wird. Genau – die Herrin geht shoppen und der Mann zückt, ohne mit der Wimper zu zucken, die Geldbörse. Dafür wird er dann wiederum von der Frau beleidigt, was für ihn zum Highlight des Tages wird. 

Online oder offline – das Prinzip ist bei der Finanzkontrolle gleich

Es spielt unterm Strich keine Rolle, ob die Findom online oder offline agiert. Sie lässt sich am Ende immer Geld schenken und erniedrigt ihr Gegenüber dafür. Sei es in kurzen Videos, bei einem Telefonat, bei dem sie ihr Geldschwein erniedrigt oder das Live-Treffen, bei dem die Übergabe Face-to-Face abläuft. Sie zieht ihm das Geld aus der Tasche und er lässt sich dankend von ihr demütigen. 

Welche Männer werden zu Geldschweinen?

Man könnte im ersten Moment denken, dass dieser Fetisch von Männern ausgelebt wird, die ordentlich Asche auf dem Konto haben. Fehlanzeige, denn auch Männer aus der Mittel- und sogar aus der Unterschicht finden sich unter den Zahlsklaven wieder. Das bedeutet, sie verzichten darauf, sich selbst etwas zu kaufen und verschenken ihr Geld an eine Findom. Oft handelt es sich dabei um Männer, die ein geringes Selbstwertgefühl haben und ansonsten nur schwer Kontakt zu Frauen herstellen können. Sie investieren in die Aufmerksamkeit einer Geldherrin und werden dafür darin bestätigt, dass sie nutzlos sind. 

Birgt der Findom Gefahren?

Allerdings! Es handelt sich dabei um einen Fetisch, bei dem die Männer teilweise ihre gesamten Finanzen in die Hände ihrer Geldherrin legen. Das bedeutet, sie gehen arbeiten, erhalten Lohn und die Frau hat sofortigen Zugriff und kann es nach Belieben ausgeben. Gerade Geldschweine, die nicht zu den Besserverdienern gehören, sollten deshalb unbedingt aufpassen. 

Gerade unerfahrene Findoms wissen oft nicht, welche Verantwortung sie in so einem Moment haben. Ausbeuten will gelernt sein, denn schließlich hat der Zahlsklave selbst Rechnungen zu bezahlen. Im schlimmsten Fall gerät ein Mann an eine Findom, die ihn in den finanziellen Ruin treibt. Es gilt also bei der Wahl der Geldherrin immer zu beachten, wie intensiv der Fetisch werden soll. Wichtig: gerade im Internet gibt es viele Betrugsversuche von angeblichen Dominas (oder Usern die sich als solche ausgeben), die der finanziellen Verlockung nicht widerstehen können und lediglich auf der Suche nach Opfern sind, die sie abziehen können.

Wo man als Geldschwein eine Findom für Finanzkontrolle findet

Du magst jetzt vielleicht denken, dass für diese Art von Fetisch spezielle Webseiten nötig sind. Aber in Wahrheit hat sich der Findom-Fetisch schon so weit etabliert, dass es in den sozialen Netzwerken Gruppen für seine Anhänger gibt. Dort lernst du als Pay-Pig schnell zahlreiche Frauen kennen, die sich damit neben ihrem Job ein luxuriöses Leben ermöglichen. Wenn du also auf psychische Erniedrigung stehst und dafür gerne bezahlst, sollte die Suche nach der passenden Findom nicht lange dauern. 

Achte allerdings immer darauf, dass du aufgrund deiner Vorliebe nicht in die Pleite getrieben wirst. 

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